Zürich

Synodale debattieren über Pfarrlöhne

An der Synode der Reformierten Kirche Kanton Zürich ist es unter anderem um das Lohnsystem für Pfarrpersonen gegangen. Nicht zum ersten Mal wurde dieses in Frage gestellt.

Wie gerecht ist das aktuelle Lohnsystem für Zürcher Pfarrpersonen? Diese Frage ist an der Synode der reformierten Landeskirche kontrovers diskutiert worden, wie aus einer Mitteilung vom 27. September hervorgeht. Hintergrund war eine Interpellation, in der die Synodalen Karin Baumgartner-Bose und Ruth Derrer Balladore sowie 26 Mitunterzeichnende Auskunft vom Kirchenrat verlangten.

Die Interpellantinnen wollten insbesondere wissen, wie sich die Besoldung der Pfarrpersonen im schweizerischen Vergleich ausnimmt und ob der Kirchenrat eine Möglichkeit sieht, die Löhne stärker zu individualisieren.

Leistungsabhängige Löhne gefordert

In seiner Antwort beurteilte der Kirchenrat das System der Lohneinstufung und Lohnentwicklung als «bewährt und wettbewerbsfähig», wie es in der Mitteilung heisst. Demnach bewegten sich die Pfarrlöhne auf dem Niveau der Löhne von Mittelschullehrpersonen. Für den Beruf sei es wichtig, eine verlässliche Lohnentwicklung in Aussicht zu stellen, weil keine andere Form der Lohnerhöhung vorgesehen sei, argumentierte der Kirchenrat.

Demgegenüber hielten die Interpellantinnen fest, dass sie das aktuelle System für überholt hielten und individuelle, leistungsbasierte Lohnanpassungen angezeigt wären. Andere Votanten unterstützten in der Debatte die Argumentation des Kirchenrates.

Rechenschaft vom Kirchenrat verlangte auch ein Postulat zum Thema Suizid-Nachsorge. Die Exekutive sollte namentlich prüfen, ob in diesem Bereich ein verstärktes Engagement der Landeskirche nötig sei. In seinem Bericht hielt der Kirchenrat fest, dass die Suizid-Nachsorge für die Kirche von grosser Bedeutung ist. Die Sorge für die Hinterbliebenen solle daher im Rahmen der etablierten Aktivitäten und Angebote gestärkt werden. Den Aufbau einer eigenen Stelle oder die Zusammenarbeit mit einer speziellen Institution hielt der Kirchenrat jedoch für nicht angezeigt. Die Synode stimmte dem Bericht schliesslich einstimmig zu.

Kirchgemeinden schliessen sich zusammen

Ja sagte die Versammlung auch zu zwei Kirchgemeindefusionen. Zu jeweils einer einzigen Gemeinde schlossen sich die Kirchgemeinden Zollikon und Zumikon sowie die Kirchgemeinden Dättlikon und Pfungen zusammen. Die Fusionen waren von den Gemeindemitgliedern an der Urne mit Mehrheiten von über 80 Prozent gutgeheissen worden. (no)