Synode

Zürcher Kirche will neue Gemeinschaften anerkennen

Kirchgemeinschaften, die nach einer Sprache organisiert sind oder ein spezielles Profil haben, können künftig Teil der Zürcher Landeskirche werden. Sowieso soll mehr Innovation möglich sein.

Profilgemeinden, Netzwerkkirchen und andere Gemeinschaften können sich von der Reformierten Kirche Kanton Zürich in Zukunft anerkennen lassen, wenn sie entsprechende Kriterien erfüllen. Das hat die Synode am 28. Juni im Rahmen der Teilrevision der Kirchenordnung beschlossen.

Schon heute gibt es in Zürich neben den örtlichen Kirchgemeinden eine französischsprachige, eine italienisch- und eine spanischsprachige Kirchgemeinschaft. Nun sollen diese Anerkennung und die damit verbundenen Unterstützungsleistungen auch für andere Gemeinschaften möglich sein. Sie müssen sich dabei nach den theologischen und rechtlichen Grundlagen der Landeskirche ausrichten. So soll die Kirchgemeinschaft «für die kirchliche, sprachliche oder lebensweltliche Vielfalt der Landeskirche oder die Bildung kirchlicher Gemeinschaft» eine Bedeutung haben. Andererseits muss sie mindestens 150 Mitglieder haben und während mindestens vier Jahren über mehrere Kirchgemeinden hinweg gewirkt haben.

Innovationskonzept geplant

Für kirchliche Formen und Orte, die die Anerkennungskriterien nicht erfüllen und eher Projektcharakter haben, sollen auch Mittel zur Verfügung gestellt werden, informierte der Kirchenrat. Die Landeskirche erarbeitet dazu ein Innovationskonzept, worin auch Innovationskredite eingeplant sind. Dazu kam die Frage auf, wie Innovationen konkret gefördert werden sollen, personell, finanziell und inhaltlich. Ein entsprechendes Postulat wurde aber abgeschrieben.

Die Beratungen zur Teilrevision der Kirchenordnung wurden an der Synode vom 28. Juni noch nicht abgeschlossen und werden deshalb am 12. Juli weitergeführt. Damit steht die Schlussabstimmung über die ganze Teilrevision noch aus.

Positive Zahlen

Die Jahresrechnung 2021 haben die Synodalen einstimmig verabschiedet. Sie schliesst mit einem Plus von rund 7 Millionen Franken, budgetiert war ein Minus von 2 Millionen Franken. Grund für den Überschuss sind coronabedingte Ausfälle von Angeboten, aber auch ein besseres Ergebnis bei den Erträgen. Allerdings waren die Steuereinnahmen im vergangenen Jahr erstmals rückläufig. (mos)