Synode

St. Galler Kirche stärkt Prävention

Das Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen hat ein neues Konzept zum Schutz vor Missbrauch bewilligt. Ein anderes Grossprojekt steht noch an.

Die Menschen in der St. Galler Kirche sollen noch besser vor Grenzverletzungen und Übergriffen geschützt werden. Das Kirchenparlament hat dazu ein Rahmenpräventionskonzept zum Schutz der persönlichen Integrität genehmigt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das Konzept habe nicht nur sexuelle Übergriffe im Blick, heisst es. Vielmehr reichten Grenzverletzungen von Sticheleien über diskriminierende Äusserungen bis hin zur sexuellen Belästigung. Vorgesehen sind neben einer kantonalkirchlichen Meldestelle eine externe Meldestelle sowie ein Krisenstab. Ausserdem soll es Schulungen und Informationsmaterial geben. Der Kirchenrat rechnet laut Mitteilung mit jährlichen Kosten von rund 110‘000 Franken.

In den kommenden fünf Jahren will die St. Galler Kirche zudem eine Revision ihrer Verfassung angehen. Handlungsbedarf bestehe etwa bei Fragen um die Leitung der Kirchgemeinden oder bei der Grösse der Synode, heiss es. Laut Projektplan des Kirchenrats soll die Revision rund eine Million Franken kosten.

Fast einstimmig genehmigt wurde die Jahresrechnung 2024. Sie schliesst rund 350‘000 Franken besser als budgetiert ab. (no)

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