SRF mit zusätzlichen Gottesdiensten zufrieden

Aufgrund der Corona-Pandemie strahlt SRF zusätzliche TV- und Radiogottesdienste aus. Das kommt beim Publikum bisher gut an. Die Produktionsbedingungen sind aber nicht ganz einfach.

Der empfohlene Abstand vom BAG wird auch bei der Aufzeichnung des Gottesdienst eingehalten. (Bild: zVg)

Die Bevölkerung kann wegen der Corona-Pandemie derzeit keine Gottesdienste mehr besuchen. In die Bresche gesprungen ist da – neben den einzelnen Kirchgemeinden, die nun vermehrt auf virtuelle Angebote setzen – auch das Schweizer Radio und Fernsehen SRF.

Es sei nur logisch, dass jetzt vermehrt die Frage nach Radio- und TV-Gottesdiensten aufkomme, sagt Judith Hardegger, Redaktionsleiterin der Sternstunden bei SRF, gegenüber ref.ch. Die kirchlichen Mediendienste (darunter auch die Reformierten Medien, die das Portal ref.ch betreiben) und die zuständige Redaktorin bei SRF hätten dieselbe Idee gehabt. So wurden sehr kurzfristig zusätzliche Gottesdienste organisiert. Das sei «im Sinne eines Service public», so Hardegger.

Dank von Zuschauern und Zuhörern

Bisher gab es zwei ökumenische Gottesdienste für TV und Radio, ausserdem wurde der Segen «Urbi et orbi» aus Rom übertragen. Am Ostersonntag überträgt das Radio zusätzlich eine römisch-katholische Messe.

Die Gottesdienste verzeichneten laut Judith Hardegger einen sehr hohen Zuspruch. Den ersten verfolgten 61’000 Zuschauer, den zweiten 46’000, das «Urbi et orbi» 24’000. Als Vergleich: Bei sonstigen Gottesdiensten schauen durchschnittlich etwa 20’000 Menschen zu. Bei den zusätzlichen Gottesdiensten habe es auch deutlich mehr Rückmeldungen gegeben als sonst: «Viele Hörer und Zuschauer haben sich für dieses Zusatzangebot bedankt.»

Die Gemeinde fehlt

Die Produktion eines Fernsehgottesdienstes zu Corona-Zeiten war aussergewöhnlich. Es durfte keine Gemeinde anwesend sein, die Pfarrpersonen und Lektoren hatten als Gegenüber nur eine Kamera. Zudem wurde extra eine Solistin aufgeboten, da auch der Gemeindegesang fehlte. Insgesamt wirkten möglichst wenig Personen mit, damit der vom Bund vorgeschriebene Abstand eingehalten werden konnte.

Bei SRF ist man zufrieden mit dem Resultat: «Es war zwar herausfordernd, aber im Nachhinein eine tolle Erfahrung, in so kurzer Zeit Gottesdienst-Sendungen auf die Beine zu stellen.» Judith Hardegger betont aber auch, dass das Publikum die sonstigen Gottesdienstübertragungen nutze – nicht nur in der jetzigen Corona-Krise.

Die zusätzlichen Gottesdienste des SRF und weitere virtuelle Angebote finden Sie hier.