Synode

Solothurner Reformierte debattieren über Jugendangebote

Die Synode der reformierten Kirche Kanton Solothurn hat einen Leitfaden für ausserschulische Angebote in den Kirchgemeinden verabschiedet. Kritik gab es am Hilfswerk Heks.

Religionslehrer, Sozialdiakoninnen und Leiterinnen von Jugendgruppen können sich in der Solothurner Kirche künftig an neuen Richtlinien orientieren. Die Synodalen haben in ihrer Versammlung in Olten den «Leitfaden für die ausserschulischen kirchlichen Angebote in den Kirchgemeinden» einstimmig zur Kenntnis genommen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das Papier ist eine Hilfestellung für die kirchliche Jugendarbeit und definiert Ziele und Angebote in den Kirchgemeinden. «Die Leitfaden bietet das Werkzeug für Jugendangebote wie Sonntagsschule, Krabbelgottesdienste, Konfirmandenunterricht oder Jugendgruppen», wird Synodalratspräsidentin Evelyn Borer zitiert.

Einige Synodale monierten, der Leitfaden müsse für die Kirchgemeinden verbindlicher sein. Demgegenüber betonte Borer, dass er als Empfehlung für die Kirchgemeinden zu verstehen sei. Da die Kantonalkirche keine Weisungsbefugnis habe, könne der Leitfaden nicht als verbindlich erklärt werden.

Praktisch einstimmig angenommen wurden auch das Budget 2023 sowie der Voranschlag für den Finanzausgleich. Während das Budget mit einem Minus von rund 60'000 Franken rechnet, sieht der Voranschlag für den Finanzausgleich schwarze Zahlen vor.

Diskussionen gab es laut Mitteilung bei den Zuschüssen für das evangelische Hilfswerk Heks. Eine Synodale warf dem Hilfswerk vor, zunehmend politisch zu agieren. Das Geld der Kantonalkirche drohe in politische Kampagnen zu fliessen, statt wie vorgesehen für Bedürftige eingesetzt zu werden.

Bemängelt wurden auch die gestiegenen Ausgaben für die Aus- und Weiterbildung von Pfarrpersonen. Synodalrat Erich Huber betonte, dass es in den kommenden Jahren einen Pfarrmangel gebe und darum verstärkt für das Theologiestudium geworben werden müsse. (no)