Solothurner Kirche verabschiedet ihre Präsidentin

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Kanton Solothurn stand ganz im Zeichen des Wechsels an der Spitze. Zur Verabschiedung von Synodalratspräsidentin Verena Enzler erschien Prominenz aus Kirche und Politik.


Mit dem Rücktritt der langjährigen Synodalratspräsidentin Verena Enzler gehe eine Ära zu Ende, sagte der Solothurner Regierungsrat Remo Ankli. Enzler habe in ihrer vierzehnjährigen Amtszeit mehrere Projekte angestossen, unter anderem die Umsetzung der Spital- und Gefängnisseelsorge sowie in jüngster Zeit die Einrichtung der Asylseelsorge.

Zur Verabschiedung von Enzler und der Vereidigung der neuen Synodalratspräsidentin Evelyn Borer am 9. November in Olten erschien Prominenz aus Kirche und Politik. An der Feier nahmen neben Remo Ankli unter anderem Alt-Regierungsrat Klaus Fischer sowie die Kirchenratspräsidenten Martin Stingelin (Baselland), Christoph Weber-Berg (Aargau) und Andreas Zeller (Bern-Jura-Solothurn) teil.

«Selbstbewusst verhandelt»

Verena Enzler sei eine realistische und gescheite Frau und eine der wenigen Frauen in einer kantonalen Kirchenleitung, sagte Andreas Zeller. Dabei habe sie stets selbstbewusst verhandelt und nie Vorbehalte gegenüber Pfarrerinnen und Pfarrern gehabt.

Die Nachfolge von Enzler tritt die 59-jährige Evelyn Borer an. Sie sass im Kantonsrat und war Mitglied der Sozial- und Gesundheitskommission Kanton Solothurn. Seit 2015 ist sie Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Dornach-Gempen-Hochwald. Borer war an der Synode vom 1. Juni einstimmig gewählt worden. (Tilmann Zuber/Kirchenbote)