Schulunterricht in Basler Asylzentrum erfolgreich gestartet

In Basel-Stadt hat auch für asylsuchende Kinder und Jugendliche die Schule begonnen. Damit sollen sie auf ein selbstständiges Leben vorbereitet und besser in die Gesellschaft integriert werden.


Im Bundesasylzentrum (BAZ) Basel-Stadt besuchen seit Mitte August erstmals 54 Kinder von Asylsuchenden die Schule. Wegen der kurzen Aufenthaltszeit im BAZ und der damit verbundenen hohen Fluktuation in der Schule muss der Unterricht flexibel gestaltet sein. Dafür zuständig sind die Kantone.

In den sechs Asylregionen der Schweiz gehen derzeit rund 430 Kinder im Alter von vier bis 17 Jahren in die Schule. Der Bund bezahlt in diesem Jahr für den Unterricht bis zu zwei Millionen Franken. Der Schulunterricht im BAZ sei der erste Schritt zur Integration, sagte Esther Maurer, Vizedirektorin des Staatssekretariats für Migration (SEM), am 28. August vor den Medien in Basel.

Einteilung nach Alter

Das seit dem 1. März gültige neue Asylgesetz sieht die Schulpflicht für Kinder von Asylsuchenden in den BAZ vor. Es sei nicht vorgesehen, den Kindern die gleiche Schulbildung zukommen zu lassen wie in der Regelschule, sagte Maurer. Es gehe darum, die jungen Menschen auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten, ihnen Wissen mitzugeben und sie sinnvoll zu beschäftigen. Ihr Alltag solle eine Struktur erhalten.

Der Basler Bildungsdirektor Conradin Cramer sagte, ein Aufbau des Unterrichts wie in der Regelschule sei nicht möglich. Die Zahl der Zu- und Abgänge sei zu hoch. Im BAZ Basel-Stadt werden die Kinder je nach Alter in drei Gruppen eingeteilt. Zwei Lehrkräfte pro Klasse sind für den Unterricht zuständig. Rund die Hälfte der Kinder und Jugendlichen kommt aus Afghanistan und Eritrea. (sda/bat)