Asylgesuche in Europa weiter rückläufig

In der EU geht die Zahl der Asylbewerber weiter zurück. Auch die Schweiz verzeichnete im Februar weniger Gesuche.


1240 Asylanträge sind im Februar 2019 in der Schweiz eingereicht worden. Das sind 7,4 Prozent oder 99 Gesuche weniger als im Februar 2018. Die meisten Gesuche stammen nach wie vor von Menschen aus Eritrea. Die weiteren wichtigen Herkunftsländer bleiben Afghanistan, Syrien, Algerien und Georgien.

Im Rahmen des Resettlement-Programms des Uno-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) sind im Februar 128 syrische Staatsangehörige angekommen, wie das Staatssekretariat für Migration am 14. März mitteilte. Der Bundesrat hatte im Dezember 2016 die Aufnahme von 2000 Opfern des Syrien-Konflikts innerhalb von zwei Jahren beschlossen.

Europaweit 11 Prozent weniger Asylsuchende

In der Europäischen Union hatten im Jahr 2018 580’800 Asylsuchende Schutz beantragt. Das waren elf Prozent weniger als im Vorjahr, als 654’600 Menschen erstmals Asyl beantragt hatten. Wie die Statistikbehörde der Europäischen Union in Luxemburg, Eurostat, am 14. März mitteilte, betrug die Zahl weniger als die Hälfte des Spitzenwerts von 2015, als fast 1,3 Millionen Asylbewerber registriert wurden.

Syrer, Afghanen und Iraker stellten auch im vergangenen Jahr die größten Staatsangehörigkeitsgruppen dar, die in EU-Mitgliedstaaten Schutz suchten. Sie machten zusammen fast 30 Prozent aller erstmaligen Asylbewerber aus.

Fast drei von zehn Asylbewerbern (161’900) stellten ihren Antrag in Deutschland. Darauf folgten Frankreich (19 Prozent), Griechenland (elf Prozent), Spanien (neun Prozent) und Italien (acht Prozent). (sda/epd)