Asylpolitik: Bund verteidigt strenge Regeln

Der Chef des Bundesamts für Migration, Mario Gattiker, findet die Sperrzonen für Asylsuchende in Bremgarten AG verhältnismässig. Bibliotheken, Plätze oder Kirchen gehören allerdings nicht dazu.


Gattiker betonte in Zeitungsinterviews, dass die im neuen Bundeszentrum untergebrachten Asylbewerber lediglich Schul- und Sportanlagen nicht ohne Zustimmung der Gemeinde betreten dürfen. Verschiedene Medien hatten wegen eines anderslautenden Plans über weitere verbotene Zonen berichtet.

Mit der Auflage trage das Zentrum den Bedenken und Anliegen der lokalen Bevölkerung Rechnung, sagte Gattiker. Die Grundrechte der Asylsuchenden blieben damit aber gewahrt. Wenn diese sich vereinzelt nicht an die Auflage halten, sind keine Strafen vorgesehen.

Raymond Tellenbach (FDP), der Stadtammann von Bremgarten, sprach angesichts der Berichterstattung der letzten Tage von einem Missverständnis und warf den Medien vor, die Angelegenheit wegen ihres Newspotentials auszuschlachten.

Das neu eröffnete Asylzentrum auf dem Waffenplatz in Bremgarten bietet Platz für bis zu 150 Personen. Es ist das erste der neuen Bundeszentren und wird drei Jahre betrieben.