Reformiertes Graubünden sagt Nein zu No-Billag

Der Bündner Kirchenrat empfiehlt, am 4. März die No-Billag-Initiative abzulehnen. Er betont dabei die Sicht Graubündens als Randregion und die Wichtigkeit ausgewogener Berichterstattung.


Im dreisprachigen Kanton Graubünden wären die Konsequenzen der No-Billag-Initiative deutlich sichtbar, argumentiert der Kirchenrat der reformierten Landeskirche Graubünden am 8. Februar in einer Mitteilung. Er empfiehlt die Ablehnung der Initiative.

Meinungsvielfalt, ein vielfältiger Themenmix und regional recherchierte Medienangebote seien für die Gesellschaft von grosser Bedeutung, schreibt der Kirchenrat. Das sei aber wirtschaftlich wenig attraktiv. Es koste Geld, brauche Strukturen und eine entsprechende Verankerung in der Bevölkerung.

«Menschen in Randregionen sehen, wie wichtig ein öffentlicher Service Public ist», sagt Kirchenratspräsident Andreas Thöny. Die Stimmen der Minderheiten dürften nicht aus der Öffentlichkeit verschwinden. Einseitigkeit in der Berichterstattung könne im Extremfall den religiösen Frieden gefährden. (pd)