Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn unterstützen Kovi

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn befürworten die Konzernverantwortungs-Initiative. Sie schütze die Schwachen und sei im Interesse von verantwortungsbewussten Unternehmen.


Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sei überzeugt, dass die Konzernverantwortungsinitiative ein pragmatischer Weg ist, um die Rechte benachteiligter Menschen in den Ländern des Südens wirksam zu schützen, heisst es in einer Mitteilung vom 1. Oktober. Er verbinde damit aber keinen Generalverdacht gegenüber der Tätigkeit von Schweizer Konzernen im Ausland. Der Rat sei sich bewusst, dass die Mehrheit von ihnen fair wirtschaftet.

Was die Initiative erreicht, seien «gleichlange Spiesse» zwischen denjenigen Firmen, die ihre Verantwortung wahrnehmen, und solchen, die dies um der Gewinnmaximierung Willen nicht tun.  «Eine allgemeinverbindliche Regelung von Standards wirtschaftlichen Handelns liegt deshalb gerade im Interesse von verantwortungsbewussten Unternehmern», heisst es weiter.

Bibel liefert Argumente

Argumente für die Kovi-Initiative sind laut dem Synodalrat auch in der Bibel zu finden. So beinhalte die Bibel durchgehend eine klare Parteinahme Gottes für die Armen. Die Propheten würden sich regelmässig gegen eine Oberschicht im Lande wenden, die sich auf Kosten der Schwachen bereichert. Der Weg Jesu, wie ihn das Neue Testament schildert, sei ein konsequenter Weg zu denen, die benachteiligt sind.

Die reformierte Tradition habe diese biblische Linie aufgenommen. In Calvins Genf würden Tausende von Flüchtlingen aufgenommen, in Zwinglis Zürich eine umfassende Sozialgesetzgebung eingeführt. Zu dieser biblisch-theologischen Tradition bekenne sich die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. (bat)