Deutschland

Pole Dance in Kirche spaltet die Gemüter

Eine evangelische Pastorin hat zum Pole Dance in der Kirche geladen. Das stiess in der Gemeinde auf Begeisterung – in den sozialen Netzwerken waren die Meinungen hingegen geteilt.

Eine evangelische Pastorin geht bei der Gestaltung der Gottesdienste ungewöhnliche Wege. In der St. Nikolei Kirche in Stiekelkamperfehn (Landkreis Leer) im Bundesland Niedersachsen hat die Pfarrerin Lisa Koens zum Pole Dance eingeladen, wie tagesschau.de berichtete.

Dabei zeigte eine professionelle Tänzerin vor der Gemeinde einen Tanz an der Stange. In ihrer Predigt betonte Koens, dass Pole Dance einst aus patriarchalen Strukturen entstanden sei, inzwischen aber von den Frauen zurückerobert worden sei.

Zudem stehe Tanzen für Befreiung, sagte Koens. So gebe es viele Bibelstellen, in denen Frauen nach einem Sieg oder einer Befreiung tanzten.

Bei der Gemeinde stiess der unkonventionelle Gottesdienst auf viel Begeisterung, heisst es im Artikel. In den sozialen Netzwerken habe es jedoch auch zahlreiche Hasskommentare gegeben, wird Koens zitiert. «Der Hass war so laut, dass ich erst nicht gesehen habe, wie viele positive Reaktionen auch dabei waren».

Die evangelische Pfarrerin ist nicht die erste, die den amerikanischen Tanz in die Kirche bringt. Bereits vor zwei Jahren liess ein protestantischer Pfarrer in seiner Kirche in Strassburg Pole Dancer auftreten. Der Pfarrer wurde daraufhin als «Antichrist» beschimpft uner erhielt anonyme Morddrohungen. In einem Schreiben an der Kirchentür wurde dazu aufgerufen, ihm den «Kopf abzuschlagen». (no)

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