Evangelisch-reformierte Kirche Uri

Pfarrerin zieht Kündigung nicht ans Bundesgericht weiter

Bei der evangelisch-reformierten Landeskirche Uri hat sich die Lage beruhigt. An der Herbstversammlung wurde der Zwist zwischen einer ehemaligen Pfarrerin und der Kirche beigelegt.

Die reformierte Kirche des Kantons Uri hat eine turbulente Zeit hinter sich. Mitte 2019 stellte der Kirchenrat eine Pfarrerin frei. Diese wehrte sich gegen die Kündigung. Letztlich landete der Fall vor Obergericht. Dieses entschied Ende August 2020, dass die Kündigung rechtens sei.

An der Herbstversammlung gab die Pfarrerin nun bekannt, dass sie das Urteil nicht weiter ans Bundesgericht ziehen wird, wie die «Luzerner Zeitung» am 2. Dezember berichtet. «Ich und auch viele andere wünschen sich, dass die Landeskirche Uri mit besseren Sachen Schlagzeilen macht», so ihre Begründung. Trotzdem hinterlässt der Fall Spuren – zumindest finanzielle. Wie die «Luzerner Zeitung» schreibt, kostet der Fall die Landeskirche Uri 108'800 Franken. Möglicherweise werde der Betrag noch auf rund 130'000 Franken ansteigen. Für die Mitglieder der Landeskirche bestehe jetzt noch die Möglichkeit, die Einsetzung einer Untersuchungskommission zu verlangen. Ob jemand davon Gebrauch machen wird, sei noch unklar.

Mehr Jugendarbeit

Bei den sonstigen Geschäften ging es unter anderem um die Kinder- und Jugendarbeit der Landeskirche. So soll in Zukunft ein Diakon oder eine Diakonin eingesetzt werden, der oder die sich speziell um die Kinder und Jugendlichen kümmert. Zu dieser Thematik soll demnächst noch eine Kommission eingesetzt werden.

Fürs nächste Jahr veranschlagt die Landeskirche einen Ertragsüberschuss von 1250 Franken. Der Ertrag aus den Steuern beläuft sich auf 853'000 Franken, womit er rund 50'000 Franken tiefer liegt als im Vorjahresbudget, wie Kirchenratspräsident Kurt Rohrer mitteilte. (bat)