Synode Basel-Stadt

«Noch in den fetten Jahren» – Baselstädtische Kirche mit hohem Gewinn

Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt hat einen hohen Gewinn erzielt, rechnet aber in Zukunft mit sinkenden Einnahmen. Neu aufgegleist wurde die Spitalseelsorge.

Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt will die Spital- und Gefängnisseelsorge neu in einer ökumenischen Stiftung organisieren. Die Synode hat an ihrer Frühjahrssitzung dem Projekt einstimmig zugestimmt. Gemeinsam mit der Römisch-Katholischen Kirche, der Christkatholischen Kirche und der Israelitischen Gemeinde Basel soll eine Stiftung für «Spiritual Care» entstehen, die Seelsorgeangebote langfristig sichert und professionell weiterentwickelt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Zudem genehmigte die Synode die Jahresrechnung 2024 – mit einem überraschend hohen Gewinn: Die Kirche schloss das Jahr mit einem Überschuss von rund 4,6 Millionen Franken ab. Grund dafür sind unerwartet hohe Steuereinnahmen.  

Trotz des positiven Abschlusses rechnet die Kirche mittelfristig mit geringeren Einnahmen, da die Zahl der Mitglieder weiter sinkt. Der Gewinn soll daher vor allem für Rückstellungen verwendet werden, etwa für den Unterhalt kirchlicher Gebäude. «Wir befinden uns noch in den sieben fetten Jahren», wird Kirchenrat David Jenny in der Mitteilung zitiert. «Diese müssen wir nutzen, um für die mageren Jahre gewappnet zu sein.» (no)

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