Neuer Schweizer Film über das Evangelium

In seinem Film «Das neue Evangelium», gedreht im süditalienischen Matera, erzählt der Schweizer Regisseur Milo Rau die Jesus-Geschichte im Kontext der Jetztzeit.

Der Schweizer Regisseur Milo Rau hat in seinem Film «Das neue Evangelium» die Jesus-Geschichte neu verfilmt. Dabei bezieht er Geflüchtete mit ein, die vor der Stadt in Lagern leben und auf der Suche nach einem besseren Leben unter katastrophalen Bedingungen und miserabel bezahlt als Erntearbeiter die Tomaten pflücken, die bei uns auf den Teller kommen.

Raus Sozialdrama mit einem schwarzen Jesus als Politaktivist feierte an den Solothurner Filmtagen online Premiere. Sein wuchtiges Werk über die Würde des Menschen und die Sklaverei vor unserer Haustüre hallt lange nach – und hat bereits etwas ausgelöst: Supermärkte vor Ort interessieren sich für Fairtrade-Produkte, Lokalpolitiker und die katholische Kirche sind auf die Missstände aufmerksam geworden, bessere Unterkünfte für die Arbeiterinnen und Arbeiter sind gebaut worden. (bat)