Evangelische Frauen Schweiz

Neuer Name soll neuen Schwung bringen

Die Evangelischen Frauen Schweiz heissen neu femmes protestantes. Das «Evangelisch» im Namen habe sich als Nachteil erwiesen.

Die Evangelischen Frauen Schweiz wollen moderner und progressiver auftreten. Das «Evangelisch» im Namen habe sich insbesondere im Austausch mit kirchenfernen Menschen als Nachteil erwiesen, schreibt der Verband in einer Mitteilung. Ab sofort gelte sowohl für die Deutschschweiz wie auch für die Romandie der Name femmes protestantes.

Das Ziel des Verbands bleibe dasselbe: Man wolle eine starke Stimme für Geschlechtergerechtigkeit sein. Der neue Name ermögliche jedoch, «mehr Menschen anzusprechen und breiter wirken zu können». «Der Name femmes protestantes lenkt den Fokus auf unsere politische Arbeit im Bereich Geschlechtergerechtigkeit, ohne unsere protestantische Werthaltung zu nivellieren», heisst es.

Eingebettet ist der Namenswechsel in eine Vielzahl weiterer Änderungen, an denen der Verband arbeitet. So wolle man sich hinsichtlich Finanzierung, Arbeitsstrukturen, Angeboten und Erscheinen neu aufstellen. Ziel sei es, sich in einer sich rasant verändernden Gesellschaft zu positionieren, schreibt der Verband. Dazu habe man im Herbst des vergangenen Jahres strategischen Ziele definiert.

Unter anderem sollen neue Finanzierungsquellen erschlossen werden. Zudem soll erwerbstätigen Frauen mit Expertise ein mit ihrem Familien- und Berufsleben vereinbares Engagement angeboten werden. Ausserdem stellt der Verband seine Arbeitsweise auf «digital first» um, wie es weiter heisst.

Zu einem Wechsel kam es auch im Vorstand des Verbands. Die Delegiertenversammlung verabschiedete das Vorstandsmitglied Marianne Jordi. Verabschiedet als Vertreterin der Heilsarmee wurde auch Christine Volet-Sterckx, die jedoch als Privatperson im Vorstand bleibt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Marie-Claude Ischer, ehemalige Präsidentin der evangelisch-reformierten Waadtländer Kirche, Flavia Muscionico, stellvertretende Museumsleiterin des Stadtmuseums Aarau, und Marianne Weymann, Pfarrerin, Journalistin und Spitalseelsorgerin der Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg. (no)