Neue Baselbieter Verfassung nimmt erste Hürde

An ihrer zweitägigen Synode haben die Baselbieter Reformierten die neue Kirchenverfassung zu Handen einer zweiten Lesung verabschiedet. Zu reden gab unter anderem, ob man bei Geburt automatisch Mitglied der Kirche ist.


Die Reformierten des Kantons Basel-Landschaft revidieren ihre Kirchenverfassung. An ihrer Frühjahrssitzung vom 4. und 5. Juni in Liestal haben die Synodalen einen ersten Entwurf verabschiedet, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Zu reden gab unter anderem der in der Verfassung festgehaltene Paragraph, dass «Kinder evangelisch-reformierter Eltern von Geburt an Mitglied sind.» Diesen Absatz hat der Kirchenrat zurückgenommen. Er werde sich bis zur zweiten Lesung noch einmal mit der Formulierung befassen. Am Ende wurde die Verfassung einstimmig bei einer Enthaltung für die zweite Lesung im November verabschiedet, heisst es in der Mitteilung.

«Mit dieser Verfassung wird unsere Kirche beweglicher. Als Grundgesetz gibt sie Rahmenbedingungen vor, in welchen wir uns als Kirche bewegen und auf Fragen von heute Antwort geben können», wird Kirchenratspräsident Martin Stingelin zitiert.

Rechnung schliesst mit Gewinn

Die Rechnung 2018 schloss mit einem Gewinn von 420’000 Franken positiv ab. Dies sei vor allem auf einmalige Effekte zurückzuführen. Der ausgewiesene Gewinn sei mit Vorsicht zu geniessen, heisst in der Mitteilung. Insbesondere fielen geringere Subventionsbeiträge an die Kirchgemeinden infolge von Vakanzen bei den Pfarrstellen und tiefere Kosten aufgrund von Vakanzen bei der Spitalseelsorge an. Dazu kommen höhere Quellensteuereinnahmen. Sorgen bereiten weiterhin die Schulden in der Verwaltungsrechnung in der Höhe von 7,6 Millionen Franken. (bat)