Gesundheit

Müttersterblichkeit geht deutlich zurück – aber nicht überall

Die Gefahr für eine Frau, während oder nach einer Geburt zu sterben, ist einem Bericht zufolge deutlich zurückgegangen. Doch in afrikanischen Ländern ist das Risiko 130 Mal höher als in Europa oder Nordamerika.

In vielen Ländern sind Geburten für Frauen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich sicherer geworden. Wie aus dem Weltbevölkerungsbericht 2024 hervorgeht, ist die Müttersterblichkeit in den letzten zwanzig Jahren um mehr als ein Drittel gesunken. Jedoch zeige der Bericht auch, dass diese Errungenschaft nicht alle Menschen gleichermassen erreicht habe, erklärte der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

So ist laut dem Report das Risiko für Frauen in afrikanischen Ländern südlich der Sahara 130 Mal höher, an den Komplikationen einer Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, als in Europa oder Nordamerika. Zudem gebe es immer noch in allen Ländern Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, hiess es. In Nigeria etwa starben 2020 pro 100’000 Lebendgeburten 1047 Frauen. Laut Zahlen des Bundes betrug diese Rate in der Schweiz dagegen fünf Frauen.

Der jährlich erscheinende Report wird vom UN-Bevölkerungsfonds herausgegeben. Im Vordergrund stehen Aspekte der sexuellen Selbstbestimmung, die Umsetzung reproduktiver Rechte sowie der Zugang von Frauen und Mädchen zum Gesundheitswesen.

Die Weltbevölkerung ist seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts stark gewachsen. 1950 lebten nach UN-Schätzungen etwa 2,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Im November 2022 wurde erstmals die acht-Milliarden-Marke überschritten. Im Jahr 2050 könnten es Prognosen zufolge 9,7 Milliarden Menschen sein. Gleichwohl hat sich die Wachstumsrate zuletzt verlangsamt. (epd/ dst)