Religiosität
Mitgliederrückgang auch in US-Kirchen
Die Religion in den USA zeige Anzeichen der Stabilität und Stärke, schreibt das US-Forschungsinstitut Pew Research Center (PRC). Eine Statistik zeigt, wie zwischen 2007 und 2019 der Anteil der US-Amerikanerinnen und -Amerikaner, die sich mit einer Religion definieren, diese wichtig finden oder die täglich beten, stetig sank.
Doch seit 2020 zeigen die Daten, dass sich die Werte auf tieferem Niveau konsolidieren. Zwischenzeitlich steigen die Anteile sogar an. In so einer Phase befinden sich die Gläubigen in den USA auch aktuell wieder.
Wie das Forschungsinstitut schreibt, seien ihre Ergebnisse in einer Zeit eingetroffen, da eine Zunahme der Religiosität – besonders unter jungen konservativen Männern – in der Öffentlichkeit ein Thema sei.
Die Forschungsergebnisse des PRC zeichnen ein differenzierteres Bild. Junge Erwachsene zwischen 18 und 22 Jahren besuchen laut PRC häufiger den Gottesdienst als ältere Vergleichsgruppen. Geht es hingegen darum, ob sie täglich beten, die Religion als «sehr wichtig» empfinden oder sich zu einer Religion bekennen, liegen sie hinter den über 35-Jährigen zurück.
Das PRC sagt ausserdem: «Keine Altersgruppe ist – über die vergangenen Jahre gesehen – religiöser geworden.» Was aber auffalle: Neuerdings besuchen Männer zwischen 18 und 22 Jahren häufiger den Gottesdienst als gleichaltrige Frauen. «In der Vergangenheit tendierten amerikanische Frauen dazu, religiöser zu sein als die Männer», schreibt das PRC dazu. (dst)