Lateinamerika
Zahl der Konfessionslosen wächst
In Lateinamerika ist der Anteil der Katholikinnen an der Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren stark gesunken. Gewachsen ist hingegen der Prozentsatz der Menschen ohne religiöse Bindung, wie es in einer neuen Studie des Pew Research Centers in Washington heisst. In Kolumbien sei der Anteil der katholischen Gläubigen von 79 auf 60 Prozent zurückgegangen, in Chile von 64 auf 46 Prozent und in Brasilien von 61 auf 46 Prozent. In Mexiko, Argentinien und Peru gibt es vergleichbare Zahlen.
Die Studie stützt sich vornehmlich auf die Befragung von mehr als 6000 Erwachsenen in den sechs Ländern und auf eine vergleichbare Erhebung zehn Jahre zuvor. Der Anteil der Protestantinnen an der Bevölkerung ist demnach in diesen Ländern relativ stabil geblieben.
Am höchsten sei der Anteil der Protestanten in Brasilien mit rund einem Drittel. In Argentinien machten Protestanten 16 Prozent der Bevölkerung aus, in Chile 19 Prozent, in Kolumbien 15 Prozent, in Peru 18 Prozent und in Mexiko 9 Prozent. Stark zugenommen hat der Anteil der Menschen ohne religiöse Bindung, besonders in Chile auf einen Drittel, in Argentinien und Kolumbien auf je einen Viertel.
In den USA sei der katholische Anteil der hispanischen Bevölkerung ebenfalls zurückgegangen. 42 Prozent der Latinos und Latinas bekennen sich laut Pew-Institut zum Katholizismus. Ein Viertel seien Protestanten, rund ein Drittel hätten keine religiöse Bindung und 7 Prozent gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung – oder 68 Millionen US-Amerikaner – galten 2024 als Hispanics. (epd/ dst)