Migration
Zugewanderte werden gut integriert
Zugewanderte in der Schweiz finden laut OECD im internationalen Vergleich gut Zugang zum Arbeitsmarkt. Ihre Erwerbsquote liegt bei 77 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt. Sie seien zudem gut ausgebildet und bemühten sich aktiv um das Erlernen einer Landessprache. Die Studie wurde im Auftrag des Staatssekretariats für Migration (SEM) erstellt.
Besonders gut gelinge die Integration über die Personenfreizügigkeit mit der EU, über die drei Viertel der Zugewanderten in die Schweiz kamen. Nur sieben Prozent stammen aus dem Asylbereich.
Aus Sicht von Staatssekretär Vincenzo Mascioli tragen die Anstrengungen der letzten 25 Jahre Früchte. Zuvor gab es keine organisierte Förderung der Integration. Heute kümmerten sich alle gemeinsam um die Aufgabe, sagte Mascioli. «In der Schweiz passiert Integration in den Kantonen, Gemeinden, Vereinen, in den Betrieben und in den Schulen.»
Handlungsbedarf sieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei Frauen mit kleinen Kindern. Ihre Erwerbsquote liegt bei 71 Prozent. Sprachkurse und Bildungsangebote sollen künftig besser auf diese Gruppe abgestimmt werden.
Das SEM plant ein Pilotprojekt für Frauen im Familiennachzug. Es soll Unterstützung bei der Anerkennung von Diplomen und beim Einstieg in Weiterbildung bieten.
Auch das Ziel des Bundesrats, dass bis Ende 2025 die Hälfte der Geflüchteten aus der Ukraine mit Schutzstatus S erwerbstätig sind, wird laut SEM knapp erreicht. Die meisten Kantone liegen sogar darüber. (sda/ hz)