Michel Müller fragt nach Details zur Armeeseelsorge
Der scheidende Zürcher Kirchenratspräsident Michel Müller (ref.ch berichtete) hat zuhanden der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) eine Interpellation eingereicht. Die Anfrage dreht sich um die Armeeseelsorge und fragt unter anderem danach, wer in der Armee Seelsorgerin werden kann und und welche Rolle die EKS im Zulassungsprozess spielt.
Anstoss zur Interpellation war die Ernennung von SVP-Nationalrätin Yvette Estermann als Armeeseelsorgerin (ref.ch berichtete). Auf Anfrage sagt Müller, mit der Politikerin als Person habe seine Anfrage nichts zu tun. Vielmehr wundert er sich, wie sie ohne Studienabschluss oder Ordination Armeeseelsorgerin habe werden können.
Seiner Meinung nach sei die Armeeseelsorge ein Bereich, der Berufserfahrung bedinge. Seelsorger würden unter anderem mit jungen Männern konfrontiert, die Ängste hätten oder an Selbstmord dächten.
Zu wenige Pfarrerinnen und Pfarrer engagieren sich in der Armeeseelsorge. «Es ist nicht gut, in einer Mangellage die Anforderungen zu senken», sagt Müller. Die Synode findet vom 5. bis 7. November in Bern statt. (dst)