Michel Müller an Synode verabschiedet
Michel Müller tritt zwar erst auf Ende Jahr als Kirchenratspräsident zurück. Vor dem Zürcher Kirchenparlament war es jedoch sein letzter Auftritt. Andrea Widmer Graf würdigte seine Arbeit in den vergangenen zwölf Jahren.
Müllers Engagement für die Landeskirche sei prägend gewesen, etwa im Reformprozess «KirchGemeindePlus» oder beim Reformationsjubiläum. Michel Müller dankte für das Vertrauen, das ihm entgegengebracht worden sei. Er habe als Präsident die Möglichkeit genossen, Dinge anstossen und bewegen zu können.
Sesselrücken im Kirchenparlament
Die reformierte Kirchensynode hat nach den Neuwahlen im Frühling eine Kräfteverschiebung erlebt: Die neugewählten Synodalen entscheiden sich jeweils erst nach der Volkswahl für eine Fraktion. Die Evangelisch-kirchliche Fraktion ist die Gewinnerin. Sie belegt acht Sitze mehr als in der letzten Legislatur und wird mit 32 Sitzen zweitstärkste Kraft.
Grösste Fraktion ist mit 34 Sitzen die Liberale Fraktion der kommenden Amtszeit. Die Religiös-soziale Fraktion und der Synodalverein rutschten auf den dritten und vierten Platz ab. Innerhalb des 123-köpfigen Kirchenparlaments bleibt ein Synodaler fraktionslos, ein Sitz ist vakant. (dst)