Konferenz

Methodisten wollen Mitgliedschaft auf Zeit weiter vorantreiben

An der Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz haben die Mitglieder beschlossen, dass weiter am Konzept für eine Mitgliedschaft auf Zeit gearbeitet werden soll. Ausserdem berieten sie ein Modell, gemeinsam Kirche zu bleiben, trotz unterschiedlicher Auffassungen in Fragen der Sexualethik.

Vorläufig können Mitglieder der Schweizer Methodisten noch nicht jährlich darüber entscheiden, ob sie in der Kirche bleiben wollen (ref.ch berichtete). Nach engagierter Diskussion wiesen die Delegierten diesen Vorschlag zurück, heisst es in einer Mitteilung vom 20. Juni.

Besonders die rechtlich und kirchenrechtlich schwierige Unterscheidung zwischen Kirchenmitgliedschaft und Glaubensbekenntnis sei für die Delegierten nicht eindeutig genug gewesen. Das Konzept der Mitgliedschaft auf Zeit soll in überarbeiteter Form an der nächsten Konferenz wieder vorgelegt werden.

Weiter haben die Delegierten beschlossen, dass in der Methodistischen Kirche Schweiz alle Positionen zum Umgang mit Homosexualität Platz finden sollen. Deshalb werde das «Kaleidoskop»-Szenario weiterverfolgt. Darin könnten sich Kirchen und Gemeinden auf ihre Gemeinsamkeiten konzentrieren, ohne dass sexuelle Orientierung Ein- oder Ausschlusskriterium für Pfarrdienst, Mitgliedschaft und Mitarbeit sei. Das ermögliche ein Miteinander traditioneller und liberaler Ansichten. (bat)