Mögliche Spaltung

Ungewisse Zukunft für europäische Methodisten

Führungspersonen der Evangelisch-methodistischen Kirche von Mittel- und Südeuropa kamen zu einem Treffen zusammen. Das wichtigste Thema war dabei die voraussichtliche Trennung der Kirche.

Vom 20. bis am 23. Oktober tagte das Exekutivkomitee der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Budapest. Erstmals seit 18 Monaten hätten sich die Mitglieder wieder vor Ort treffen können, wie es in einer Medienmitteilung vom 27. Oktober heisst.

Wichtigstes Thema der Gespräche sei dabei die Zukunft des Bischofsgebiets gewesen. Es wird damit gerechnet, dass es bei der für 2022 geplanten Generalkonferenz zu einer Trennung innerhalb der weltweiten Methodistenkirche kommen wird. Grund dafür sind unterschiedliche Haltungen bezüglich des Umgangs mit Homosexualität.

Kritische Mitglieder nicht am Runden Tisch

Diese Trennung wird sich wohl auch durch die Evangelisch-methodistische Kirche in Mittel- und Südeuropa ziehen, wo auch die Schweiz dazugehört. Beim Treffen in Budapest haben die Mitglieder laut Medienmitteilung nun ein Papier zur Kenntnis genommen, dass die Konsequenzen festhält, etwa wann die Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung enden würde.

Bei einem Runden Tisch, wo seit einem Jahr nach einer gemeinsamen Zukunft gesucht wird, nahmen Mitglieder aus Bulgarien, Rumänien und der Slowakei gar nicht teil. Bei den Teilnehmenden habe jedoch eine «grundsätzlich offene Gesprächsatmosphäre» geherrscht, heisst es in der Medienmitteilung. Jedoch habe weiterhin keine Einigung über strittige Punkte erzielt werden können.

Keine Kandidaten für Bischofsamt

Aufgrund der Unsicherheit innerhalb der Kirche konnten auch keine Kandidaten oder Kandidatinnen für die Nachfolge von Bischof Patrick Streiff nominiert werden. Es wäre vorgesehen, dass diese Wahl bei der nächsten Tagung stattfindet. (mos)