Die Massnahmen sind weg, die Konflikte bleiben
Knapp die Hälfte der Kirchen gab in einer Umfrage der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) an, dass die Corona-Massnahmen in ihrer Gemeinde zu Meinungsverschiedenheiten geführt hätten. Insgesamt erhielt die SEA Rückmeldung von rund 340 Kirchen und Gemeinden, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Besonders die Impffrage oder die Einschätzung der Gefahr des Corona-Virus hätten für Auseinandersetzungen gesorgt.
Wie die Umfrage zeigt, konnte nur ein Viertel der Gemeinden mit Konflikten diese beilegen. Die restlichen Kirchen spüren die Spannungen nach wie vor, so die SEA. Während ein Teil davon die Meinungsverschiedenheiten für unüberwindbar hält, wünscht sich die Hälfte der Leitungspersonen der betroffenen Kirchen externe Unterstützung beim Versöhnungsprozess.
Die SEA hat deshalb einen Leitfaden erstellen lassen. Darin geben zwei Fachpersonen Tipps für den Umgang mit Konflikten und Empfehlungen für externe Hilfe. Gleichzeitig betonen sowohl die beiden Fachpersonen als auch die SEA, dass Konflikte in den Gemeinden normal seien und diese über viel Erfahrung verfügten, um sie zu bewältigen.
Die Schweizerische Evangelische Allianz vereint vorwiegend Freikirchen, aber auch einige evangelisch-reformierte Kirchgemeinden der Schweiz. (pef)