Pandemie

Freikirchen empfehlen Corona-Impfung

Die Vorteile einer Impfung gegen das Corona-Virus überwiegen die allfälligen Risiken deutlich. Zu diesem Schluss kommt der Dachverband der Freikirchen aufgrund einer Güterabwägung.

Die ersten Kantone haben bereits mit der Impfung gegen das Corona-Virus begonnen, andere ziehen in diesen Tagen nach. Bei der grössten Impfaktion in der Geschichte der Schweiz sind aber noch viele Fragen offen – insbesondere die nach den möglichen Langzeitfolgen.

 Als Entscheidungshilfe hat der Dachverband der Freikirchen und christlichen Gemeinschaften, Freikirchen.ch, nun eine ethische Güterabwägung vorgenommen. Darin spricht der Verband eine deutliche Empfehlung für die Impfung aus. «Vergleicht man die möglichen Nebenwirkungen und die möglichen Folgen einer Erkrankung, dann neigt sich die Waage deutlich zu Gunsten einer Impfung», heisst es in dem Papier.

Ausgearbeitet wurde dieses von dem Molekularbiologen und Theologen Beat Schweitzer, Dozent für Ethik am Theologischen Seminar St. Chrischona. In seiner Stellungnahme räumt Schweitzer zwar ein, dass langjährige Erfahrungswerte zum aktuell zugelassenen Impfstoff nicht vorlägen. Positiv ins Gewicht falle aber, dass ungefähr neun von zehn geimpften Personen vor den Folgen einer Erkrankung geschützt seien. Zudem zeigten Testprotokolle, dass typische Nebenwirkungen wie Kopfweh oder Muskelschmerz wieder abklingen.

Ärzte unterstützen Impfung

Mitbedacht werden müsse ausserdem, dass eine Impfung eine Entlastung des Gesundheitswesens bedeute und im besten Fall auch andere Menschen vor einer Ansteckung schütze. «In der Summe empfiehlt sich deshalb eine Impfung gegen das Corona-Virus», heisst es in dem Papier.

Der Verband stützt seine Empfehlung weiter auf Stellungnahmen von Ärztinnen und Ärzten, wie es in einer Mitteilung heisst. Darin wird unter anderem hervorgehoben, dass bereits Tausende von Menschen getestet worden seien, um die Sicherheit des Impfstoffes zu gewährleisten. (no)