Klaus Merz erhält den Grand Prix Literatur
Es ist 57 Jahre her, seit der aargauische Bäckerssohn und ausgebildete Sprachlehrer Klaus Merz sein erstes Buch veröffentlichte. Zum Gedichtband «Mit gesammelter Blindheit» sind bis heute über zwanzig weitere Werke gekommen: Kurze Romane, Erzählungen, Essays, Hörspiele, Drehbücher, Theaterstücke und Kinderbücher. Für sein Gesamtwerk erhält Merz nun den mit 40'000 Franken dotierten Grand Prix Literatur, wie das Bundesamt für Kultur (BAK) in einer Mitteilung schreibt.
Das BAK würdigt Merz’ literarische Stimme als «eher leise, jedoch umso eindringlicher und gewichtig». Sie finde einen Echoraum weit über die Schweizer Grenzen hinaus. Merz’ Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt.
Der Grand Prix Literatur ist die höchste literarische Auszeichnung des Landes, sie wird seit 2014 jährlich vergeben. Zu den Preisträgern gehören unter anderem Adolf Muschg, Sibylle Berg und Leta Semadeni (2023). Die Preisverleihung findet am 10. Mai im Rahmen der Solothurner Literaturtage statt. (dst)