Kultur

Literaturnobelpreis für Norweger Jon Fosse

Der Norweger Jan Fosse wird für seine Theaterstücke und Prosa ausgezeichnet. Fosse beschäftigt sich darin häufig mit mystischen Themen.

Der norwegische Autor Jon Fosse erhält den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. Das teilte die Schwedische Akademie mit. Er erhalte die Auszeichnung «für seine innovativen Theaterstücke und Prosa, die dem Unsagbaren eine Stimme geben», hiess es zur Begründung. Der Preis ist mit elf Millionen Schwedischen Kronen (rund 910'000 Franken) dotiert.

Jan Fosse beschäftigt sich in seinen Werken regelmässig mit mystischen Themen und bezeichnet sich als gläubig. Er war ursprünglich Mitglied der lutherischen Landeskirche, trat aber zu den Quäkern über. 2013 konvertierte er schliesslich zum Katholizismus.

Im vergangenen Jahr ging der Literaturnobelpreis an die französische Schriftstellerin Annie Ernaux. Die Preisgala findet traditionell am 10. Dezember in Schwedens Hauptstadt Stockholm statt, dem Todestag Alfred Nobels.

2021 war der in London lebende tansanische Schriftsteller Abdulrazak Gurnah und damit erstmals seit 18 Jahren wieder ein afrikanischer Autor mit dem Nobelpreis geehrt worden. 2020 erhielt die US-amerikanische Lyrikerin Louise Glück die renommierte Auszeichnung.