Kirchliches Bündnis «United4Rescue» unterstützt Rettungsschiff «Alan Kurdi»

Das Rettungsschiff «Alan Kurdi» liegt derzeit vor dem Hafen vor Palermo. Damit es möglichst schnell wieder Leben retten kann, erhält es vom kirchlichen Bündnis «United4Rescue» knapp 80'000 Euro.


Die «Alan Kurdi» hatte zuletzt fast 150 Menschen aus Seenot im Mittelmeer gerettet und liegt nun vor dem Hafen von Palermo. Die geretteten Flüchtlinge befinden sich seit vergangener Woche an Bord der Fähre «Raffaele Rubattino».

Das kirchliche Seenotrettungsbündnis «United4Rescue» unterstützt die Regensburger Organisation «Sea-Eye» mit 79’000 Euro. Das Geld ist für das Rettungsschiff «Alan Kurdi» gedacht, damit es schnellstmöglich wieder auslaufen und Leben retten könne, teilte das Bündnis am 20. April mit.

Die Summe von 79’000 Euro entspricht laut «United4Rescue» den Kosten, die durch die lange Blockade- und Quarantänezeit des Schiffes zusätzlich angefallen sind.

Kirchenschiff nach wie vor blockiert

Das von «United4Rescue» im Januar gekaufte Rettungsschiff, die «Sea-Watch 4», ist noch nicht im Einsatz. Ursprünglich sollte das Schiff vor Ostern in den ersten Einsatz gehen. Das Schiff liegt jedoch noch in der spanischen Stadt Burriana vor Anker. Wegen des Lockdowns dort seien letzte Umbaumassnahmen noch nicht durchgeführt worden, heisst es in der Mitteilung.

Das Bündnis «United4Rescue» wurde im vergangenen Jahr auf eine Initiative der evangelischen Kirche hin gegründet. Ihm gehören mittlerweile rund 450 Institutionen, Vereine, Unternehmen und Initiativen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen an. Unterstützt wird es auch von der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. (epd/no)