EKS

Kirchgemeinden sollen über Menschenrechte und Umweltschutz nachdenken

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember fordert die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz die Kirchgemeinden dazu auf, über das Verhältnis von Menschenrechten und Umweltschutz nachzudenken.

Angesichts der Corona-Pandemie dürfe die Klimakrise nicht vergessen gehen. Daran erinnern die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS), die Christkatholische Kirche der Schweiz und die Schweizerische Evangelische Allianz in einer gemeinsamen Mitteilung zum Internationalen Menschenrechtstag vom 10. Dezember.

Aus biblischer Sicht gehörten Ökologie und Klima als Grundlagen des menschlichen Überlebens zur «göttlichen Hausordnung», schreiben die Kirchen. Sie dürften deshalb nicht von den Herausforderungen von Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt abgekoppelt werden.

Die Kirchen fordern die Kirchgemeinden in der Schweiz deshalb dazu auf, über das Verhältnis von Menschenrechten und Umweltschutz nachzudenken. Dazu stellt die EKS auf ihrer Webseite die theologischen Überlegungen «Gottes Schöpfung bewohnen» zur Verfügung.

Umweltaktivisten schützen

Ergänzt wird der Appell durch eine Petition der «Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter» (ACAT). Anlässlich des Menschenrechtstags fordert ACAT die brasilianischen Behörden auf, Menschenrechts- und Umweltschützer zu respektieren. In Brasilien werden immer wieder Umweltaktivisten wegen ihres Engagements getötet. Die Kirchen bitten daher die Gemeinden, das Anliegen von ACAT durch Kollekten zu unterstützen. (no)