Kirchenmitarbeitende engagieren sich gemeinsam gegen USR III

Mehr als 200 Personen machen sich für ein Nein zur Unternehmenssteuerreform stark, über die am 12. Februar abgestimmt wird.

Das Komitee «Kirchliches Nein gegen die Unternehmenssteuerreform III» vereint Pfarrpersonen, Kirchenmitglieder, Sozialdiakone und weitere kirchlich Engagierte. (Bild: zVg)

Neben Mitgliedern von Kirchgemeinden und Pfarreien sind es Pfarrpersonen, sozialdiakonische Mitarbeitende und kirchlich engagierte Freiwillige, die sich dagegen wehren, dass am falschen Ort Steuergeschenke gemacht werden, wie es in einer Mitteilung vom 19. Dezember heisst.

Das Komitee begrüsse es, dass die Unternehmenssteuer internationalen Standards angepasst werde, um Steuervorteile für multinationale Unternehmen abzuschaffen. Aus theologisch-kirchlicher Perspektive sei es korrekt, wenn Gewinne dort versteuert würden, wo sie erwirtschaftet werden.

Gemeinwohl gefährdet

Die USR III bedeute für die Schweiz aber zwischen zwei und drei Milliarden Franken Steuerverluste pro Jahr. Es sei nicht verantwortbar, dass die steuerzahlende Bevölkerung diese Verluste kompensieren müsse. Neben höheren Steuern für Privatpersonen bedeute die USR III unter anderem auch Abbau beim kirchlichen Engagement.

Die Kirchen erbringen landauf landab erhebliche Leistungen für die gesamte Bevölkerung, heisst es weiter. Der Wert dieser Leistungen übersteige bei weitem die Erträge, die sie durch Privatpersonen und Unternehmen erhalten. Zwar wolle der Bund die Kantone für die erwarteten Steuerausfälle entschädigen. Die politischen Gemeinden und die Kirchgemeinden gingen allerdings an zu vielen Orten leer aus. Ihnen drohten Verluste in Millionenhöhe. Das schwäche das Gemeinwohl der Schweiz.

 

Zur Website «Kirchliches Nein zur Unternehmenssteuerreform III»