Vereinigte Staaten

Kirchen mobilisierten für «No Kings»-Proteste

Am Wochenende haben an 3000 Orten in den USA Demonstrationen gegen die Trump-Regierung stattgefunden. Zahlreiche Kirchen haben Gemeindemitglieder aufgerufen, daran teilzunehmen.

Am 3. November finden in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen anlässlich der Halbzeit der Amtszeit des Präsidenten Donald Trump statt. Am Wochenende haben an 3000 Orten in den USA so genannte «No Kings»-Demonstrationen stattgefunden. «No Kings» – «Keine Könige» – bezieht sich darauf, dass sich die Demonstrierenden gegen die autokratischen Züge der Trump-Regierung wehren.

Laut der «New York Times» haben landesweit 200 Organisationen lokale Veranstaltungen durchgeführt. Dazu gehörten auch zahlreiche Kirchen. So hat die überkonfessionelle Organisation «Interfaith Alliance» religiöse Gemeinschaften in den ganzen USA aufgefordert, an den Demonstrationen teilzunehmen.

In New York sprach der Bürgerrechtler und Baptistenprediger Al Sharpton an einer Demonstrationsveranstaltung. Die «United Church of Christ» (UCC), ein Zusammenschluss von Christen mit reformiertem und kongregationalistischem Hintergrund, organisierte eine Kundgebung in Fort Lauderdale (Florida).

An der Demonstration in Washington trat ein methodistischer Pfarrer als Redner auf. Die Proteste am Wochenende standen unter dem Motto «No Kings – Vote early». Die Stimmabgabe in den USA verlangt mehrere Schritte: Die Stimmberechtigten müssen sich registrieren lassen. Zu diesem Zweck müssen Sie Formulare ausfüllen. Bei der Stimmabgabe kommt es häufig zu langen Wartezeiten vor den Wahllokalen. Mancherorts sind die Lokale nur während der Arbeitszeit geöffnet, was einen zusätzlichen Aufwand für die Wahlwilligen bedeutet.

Die «No Kings Coalition», welche die Proteste koordiniert, betont, dass eine frühe Abgabe der Stimme es der Regierung erschwere, die Wahlergebnisse anzuzweifeln. (dst)

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