Deutschland

Kirche schliesst AfD-Mitglieder von Leitungsämtern aus

AfD-Mitglieder sollen in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland keine Leitungsfunktionen übernehmen dürfen. Menschenverachtende Positionen dürften in der Kirche keinen Platz haben, hiess es.

An der Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat Landesbischof Friedrich Kramer klare Kante im Umgang mit AfD-Mitgliedern gezeigt. Kramer verteidigte die Entscheidung des Landeskirchenrates, dass Mitglieder extremistischer Parteien wie der AfD keine Verantwortung in der Kirche übernehmen können. Das berichtete die Zeitung «Welt».

Kramer betonte demnach, dass die AfD mit ihren menschenverachtenden, fremdenfeindlichen und antikirchlichen Positionen im Widerspruch zur Kirchenverfassung und dem Evangelium stehe. «Wer alle Fremden abschieben will, steht gegen das Gebot Jesu», so der Bischof. Diese Haltung sei mit der Übernahme eines Amts in der Kirche nicht vereinbar.

Gleichzeitig stellte er klar, dass die Kirche keine Menschen ausschliesse, sondern nur extreme Positionen ablehne. «Unsere Kirchentüren stehen allen offen», sagte Kramer. Extremistischen Ansichten, die gegen die Werte des Evangeliums gerichtet seien, werde man jedoch «in aller Deutlichkeit» widersprechen.

Die Synode der EKM wird bis zum 23. November fortgesetzt und setzt sich mit aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Themen auseinander. (no)

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