Kinder ertrinken vor libyscher Küste

Bei einem Schiffsunglück im Mittelmeer sterben zahlreiche Flüchtlinge. Unter den Opfern sind auch Kinder.


Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste der libyschen Stadt Khums sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM). 60 Flüchtlinge seien gerettet und nach Libyen zurückgeführt worden.

Mehrere Leichen, darunter jene von Kindern, seien geborgen worden, twitterte die IOM am 27. August. Die Hilfsorganisation «Alarm Phone», die Seenotfälle meldet, hatte davor schon den Schiffbruch im Mittelmeer bekannt gemacht.

«Einwanderungspolitik tötet»

Die Hilfsorganisation berichtete, sie habe einen Anruf von einem Boot mit 100 Personen an Bord erhalten. Das Boot befinde sich nahe der libyschen Küste. Italien und die libyschen Behörden seien benachrichtigt worden, so die Hilfsorganisation.

Die libysche Behörden bestätigten, es seien mehrere Menschen gestorben, noch unklar sei jedoch wie viele. «Diese Toten sind eine Verantwortung Europas. Seine Einwanderungspolitik tötet», twitterte «Alarm Phone».

Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte zuvor neuerlich einem Rettungsschiff, der deutschen «Eleonore» mit rund 100 Flüchtlingen an Bord, die Einfahrt in einen italienischen Hafen untersagt. Die Menschen seien am 27. August gerettet worden, während ihr Boot am Sinken gewesen sei, sagte die Hilfsorganisation Mission Lifeline, die die «Eleonore» unterstützt. (sda/bat)