USA

Evangelikaler Fernsehprediger Bakker gestorben

Der frühere US-amerikanische Fernsehprediger und Medienunternehmer Jim Bakker ist tot. Er wurde 86 Jahre alt. Bakker gilt als Pionier des «christlichen Fernsehens» in den 1970er und 1980er Jahren. Wegen Betrugs kam er später ins Gefängnis.

Der frühere Fernsehprediger und Medienunternehmer Jim Bakker ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Das hat seine Ehefrau Lori Bakker auf sozialen Netzwerken bekannt gegeben. Die Todesursache erwähnte sie dabei nicht. Anfang der 1990er Jahre war Bakker zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden wegen Veruntreuung und Betrugs an seinen Spendern.

Bakker und seine damalige Ehefrau Tammy Faye Bakker waren mit ihrem «Evangelium des Wohlstands durch Glauben» und ihrem luxuriösen Lebensstil in den 1980er Jahren prominent und tauchten häufig in Boulevardzeitungen auf. Laut «New York Times» soll Bakker bis zu 129 Millionen Dollar im Jahr an Spenden eingenommen haben.

Gründer des PTL Television Network

Bakker wurde in Muskegon, Michigan, geboren. Seine Karriere begann als evangelikaler Prediger, Mitte der 1970er Jahre gründete er das evangelikale PTL Television Network. 1978 eröffneten die Bakkers in South Carolina einen christlichen Freizeitpark.

1987 erhob die frühere Kirchenmitarbeiterin Jessica Hahn den Vorwurf, Bakker habe sie zum Sex gezwungen, als sie 20 Jahre alt gewesen sei. Medienberichten zufolge soll Bakker ihr Schweigegeld gezahlt haben. Die Enthüllungen zwangen Bakker zum Rücktritt als Prediger.

Strafprozess wegen Betrugsvorwürfen

Vorwürfe des Spendenmissbrauchs führten 1989 zu einem Strafprozess und der Haftstrafe. Nach seiner Zeit im Gefängnis kehrte Bakker mit einer kleinen Show ins Fernsehen zurück. Tammy Bakker, die sich während seiner Zeit im Gefängnis von ihm trennte, starb 2007.

1996 schrieb Bakker zudem ein Buch mit dem Titel «I Was Wrong». Es wurde vermarktet als Buch für Menschen, die mit «Lust, Macht, Habsucht, Scheidung und Gebrochenheit» zu kämpfen hätten. Bakker gehörte zudem zu den treuen Unterstützern des US-Präsidenten Donald Trump und verteidigte ihn öffentlich. (epd/ gab)

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