Kanton Zürich
Hilfe für Betroffene von Mädchenbeschneidung
Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich plant eine Anlaufstelle für Opfer von Mädchenbeschneidungen. Laut Schätzungen sind rund 2’500 Frauen und Mädchen betroffen.
1. November 2022
Frauen und Mädchen, die von Genitalbeschneidung betroffen sind, hatten im Kanton Zürich bis heute nur ungenügend Zugang zu spezialisierter Hilfe. Die Gesundheitsdirektion des Kantons will für solche Personen deshalb eine Anlauf- und Beratungsstelle schaffen, wie das Newsportal «20Minuten» am Dienstag berichtet.
Die kantonale Stelle soll betroffenen Frauen Informationen zur Verfügung stellen und Unterstützung anbieten. Zudem soll sie die Vernetzung von Fachpersonen ermöglichen und Präventionsmassnahmen koordinieren.
Laut Schätzungen von fedpol gibt es in der Schweiz rund 22'500 Mädchen und Frauen, die von Genitalbeschneidung betroffen oder gefährdet sind, verstümmelt zu werden. Die meisten leben in den Kantonen Zürich und Bern. (no)