Nach Tod von Papst

Heilsarmee versteigert Trikot der Frauen-Nati

Zugunsten ihres Frauenhauses versteigert die Heilsarmee ein Trikot der Frauen-Fussballnationalmannschaft. Ursprünglich hätte es Papst Franziskus erhalten sollen.

Kurz vor Beginn der Fussball-Europameisterschaft der Frauen in der Schweiz versteigert die Heilsarmee auf Ricardo ein von allen Spielerinnen der Nationalmannschaft signiertes Trikot. 

Bestimmt war das Trikot als Geschenk von Karin Keller-Sutter für Papst Franziskus. Nach dessen Tod hat die Bundes­präsidentin das Fussball-Shirt der Stiftung Heilsarmee Schweiz überreicht. Diese lässt den Erlös aus der Auktion ihrem Frauenhaus in Baselland zukommen. Mitbieten auf Ricardo kann man noch bis am 29. Juni.

Die Gewinnerin oder der Gewinner der Auktion erhält das von allen Spielerinnen der Nationalmannschaft unterschriebene Trikot in einem Holzrahmen. (Bild: Zvg)

«Es ist bedauerlich, dass ich dem Fussball-Fan Papst Franziskus dieses besondere Geschenk nicht mehr überreichen konnte», lässt sich Karin Keller-Sutter in einer Medienmitteilung der Heilsarmee zitieren. «Umso mehr freue ich mich, dass das Trikot nun für einen guten Zweck, ein Frauenhaus, versteigert wird.» Sie glaube, dass der verstorbene Papst Freude an dieser Idee gehabt hätte, sagt Keller-Sutter. «Er hat sich immer für Unterdrückte und Opfer eingesetzt.»

Die Heilsarmee betreibt das Frauenhaus mit 12 Zimmern und 16 Plätzen seit 2021. Sein genauer Standort ist aus Sicherheitsgründen geheim. Das Haus fungiert als Schutzeinrichtung und bietet umfassende Unterstützung für Frauen und Mütter mit ihren Kindern, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. 

Allein 2024 fanden dort 85 Frauen und 84 Kinder in Not vorübergehend Unterschlupf. Das Frauenhaus hat einen Leistungsvertrag mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Zusätzlich finanziert die Stiftung Heilsarmee Schweiz den Betrieb mit Spenden. (hz)

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