Gewalt verhindert Rückkehr der Rohingya

Die Rückkehr Hunderttausender Rohingya-Flüchtlinge nach Myanmar ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen vorerst nicht möglich. Ein Ende der Diskriminierung und der Gewalt gegen die muslimische Minderheit sei nicht in Sicht.


Die Rohingya-Flüchtlinge können vorerst nicht zurückkehren. Das sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Im Monat Februar seien weitere 1’500 Rohingya aus Myanmar in das benachbarte Bangladesch geflohen. Die Rohingya hätten keine andere Wahl, als dort weiter in den überfüllten Flüchtlingslagern auszuharren. Gemäss Grandi flüchteten seit August 2017 rund 690’000 Kinder, Frauen und Männer nach Bangladesch.

Der UN-Hochkommissar verlangte von Myanmar vollen Zugang für die UN zu den Siedlungsgebieten der Rohingya. Er lobte die Gespräche zwischen den Regierungen der beiden Länder über eine Rückführung der Menschen.

Die muslimischen Rohingya werden in dem buddhistisch geprägten Myanmar diskriminiert und drangsaliert. Im August setzte eine brutale Militärkampagne gegen die Rohingya ein, viele Menschen kamen ums Leben. UN-Funktionäre verurteilten die «ethnische Säuberung». (epd/bat)