Gabriela Allemann gibt Präsidium ab
«Wir suchen für Mai 2025 eine neue Präsidentin oder ein Co-Präsidium» heisst es auf der Website von «femmes protestantes». Gesucht ist eine Person, die sich in der Schweizer Politik auskennt, geschickt vermitteln kann, team- und konfliktfähig ist und sich für reformierte Kirchenpolitik interessiert – um nur einige der Anforderungen zu nennen.
Bis April 2024 hiess der Verband mit 70'000 Mitgliedern Evangelische Frauen Schweiz (EFS). Jetzt zeigt sich, dass dieses Jahr viele Veränderungen mit sich bringt: Neuer Name, neue Website und die Suche nach einer neuen Präsidentin.
Denn Gabriela Allemann wird im kommenden Frühjahr ihr Amt verlassen. Sie ist 2019 zur Präsidentin gewählt worden und erreicht 2025 eine Grenze: Der Verband hat eine Amtszeitbeschränkung von maximal sechs Jahren festgelegt.
Auf Anfrage von ref.ch sagt Allemann, der Dachverband und sie als dessen Vorsitzende, hätten eine turbulente Zeit hinter sich. Die vergangenen fünf Jahre seien anspruchsvoll gewesen mit finanziellen Schwierigkeiten, Pandemie und Umbrüchen innerhalb der EKS.
Zuletzt hat sich der Verband mit «femmes protestantes» einen neuen Namen gegeben. Allemann ist stolz auf das Erreichte – und bis Ende April 2025 ist sie noch im Amt. Was danach komme, sei aktuell noch offen, sagt sie. Ob die Theologin wieder ein Pfarramt annimmt oder in einem Verband der politischen Arbeit nachgeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Für die nächsten Wochen wünsche sie sich Bewerbungen von Kandidatinnen, die «femmes protestantes» in die Zukunft begleiten wollen. «Sie wird weniger turbulent sein, aber aufregend bleiben», meint Allemann.