Freiburger Kirche will stärker für Pfarrberuf werben

Der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg fehlen junge Pfarrerinnen und Pfarrer. Dem will sie entgegenwirken - mit einem Auftritt an der Berufsmesse.


Den Freiburger Pfarrerinnen und Pfarrern fehlt der Nachwuchs. In den kommenden Jahren werden in der Freiburger Landeskirche mehr Pfarrpersonen in den Ruhestand treten als neu ordiniert, schätzt die Landeskirche.

An ihrer Versammlung vom 5. Dezember diskutierten die Abgeordneten der Freiburger Kirche deshalb über Wege aus der Krise. Zur Debatte stand unter anderem die Teilnahme an der Freiburger Berufsmesse «Start» im kommenden Jahr. Dafür sollten 10’000 Franken bewilligt werden.

Zeitgemässes Berufsbild vermitteln

Obwohl mehrere Synodale einwandten, dass der Nutzen einer Teilnahme nicht gemessen werden könne, setzten sich schliesslich die Befürworter durch. Sie folgten dabei den Argumenten von Synodalrat Andreas Hess. Dieser sagte, es sei wichtig, Schülerinnen und Schülern ein zeitgemässes und attraktives Bild vom Pfarrberuf zu vermitteln. Ebenso müsse man versuchen, Quereinsteiger in den Pfarrberuf zu gewinnen. Dafür biete die Berufsmesse eine geeignete Plattform.

Hess wurde am Ende der Versammlung von der Synode verabschiedet. Nach sechs Jahren im Synodalrat legt er sein Amt per Ende Jaher nieder. Für ihn kommt die Pfarrerin Katrin Bardet, wie die Landeskirche am 19. Dezember mitteilte.

Weiter genehmigte die Synode das Budget 2019. Es sieht einen Verlust von rund 31’000 Franken vor. Grund dafür sind die Kosten für eine neue Seelsorgestelle im Bundesasylzentrum Guglera in Giffers sowie ein neues Praktikum für eine Pfarrvikarin in der Kirchgemeinde Freiburg. (no)