Finanzierung von Seenotrettungsschiff steht

Die evangelische Kirche und andere Organisationen haben bereits genug Geld zusammen, um bei der Ersteigerung eines Schiffes zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mitbieten zu können.


Das Bündnis «United 4 Rescue», zu dem auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gehört, hat eine erste Hürde beim Kauf eines Seenotrettungsschiffes genommen. Am Kieler Ostufer besichtigte am 16. Januar eine Delegation mit EKD-Vertretern das Forschungsschiff «Poseidon», das Ende Januar in einer Auktion verkauft werden soll. Das Schiff war bislang für das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung im Einsatz. Ob das Bündnis den Zuschlag erhält, ist aber noch ungewiss. Das Bündnis rechnet mit Kosten von rund einer Million Euro.

«United 4 Rescue» hat derzeit rund 150 Mitglieder. Darunter sind neben der EKD Organisationen wie die AWO, Diakonische Werke und Landeskirchen sowie einzelne Kirchengemeinden und Privatpersonen wie Wim Wenders.

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hatte Anfang Dezember das Hilfsprojekt in Hamburg vorgestellt. Es sei «ein Bekenntnis zur Mitmenschlichkeit», sagte der Landesbischof. Die Kirche dürfe nicht nur reden, sondern müsse auch handeln. Der Beschluss geht auf eine Initiative des evangelischen Kirchentages im Juni 2019 zurück. (epd/bat)