Theologie

Feministische Theologin Reinhild Traitler gestorben

Die Österreicherin ist für ihre Ausbildungskurse in feministischer Theologie und ihre Projekte für den interreligiösen Dialog bekannt gewesen. Am 29. Oktober 2022 starb sie nach langer Krankheit im Alter von 82 Jahren.

In ihrem Nachruf auf Reinhild Traitler hat Doris Strahm von der Interessengemeinschaft feministische Theologinnen Traitler als «aussergewöhnliche Frau, der die feministisch-theologische Bewegung in der Schweiz viel zu verdanken hat», bezeichnet.

Reinhild Traitler wurde in Deutschland geboren, wuchs in Österreich auf und studierte in den USA Theologie, wo sie mit der feministischen Theologin Carter Heyward in Kontakt kam. Ab Ende der 1960er Jahren war sie in der Schweiz tätig. Zunächst arbeitete sie für den Ökumenischen Rat in Genf, danach wirkte sie fast 20 Jahre lang als Studienleiterin am Evangelischen Tagungs- und Studienzentrum Boldern bei Männedorf im Kanton Zürich. In dieser Funktion organisierte sie viele Kurse zu feministischen und feministisch-theologischen Themen.

Daneben setzte sie sich für den Dialog zwischen christlichen Frauen aus Europa und zwischen Frauen verschiedener Religionszugehörigkeit ein. Bis zuletzt war Traitler zudem als Autorin auf der Plattform «Boldern Texte» aktiv. (pef)