Zürich
Experiment Online-Gottesdienst gescheitert
Der Kirchenrat der Zürcher Landeskirche ist zum Schluss gekommen, dass Aufwand und Ertrag der Online-Gottesdienste nicht mehr übereinstimmen. Er will das Projekt Ende 2025 auslaufen lassen, wie es im Newsletter der Landeskirche heisst.
Entstanden ist das Projekt 2020 während der Corona-Pandemie. Als Reaktion auf die Lockdowns lancierte die Kirchgemeinde Zürich in Zusammenarbeit mit Telezüri das Angebot eines Online-Gottesdienstes. Zu sehen waren die Übertragungen auch auf Youtube. Ein Jahr später stieg die Zürcher Landeskirche in das Projekt ein.
Wie es war, in einer leeren Kirche zu predigen, erzählte jüngst der ehemalige Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist im Rückblick von ref.ch auf die Corona-Pandemie.
Aufgrund der guten Resonanz sollten die Online-Gottesdienste auch nach der Pandemie fortgeführt werden – als «Experimentierfeld für religiös-ästhetische Verkündigungsformen», wie es im Newsletter heisst. Die Synode der Zürcher Landeskirche sprach dafür einen Rahmenkredit für einen Zeitraum von drei Jahren.
Allerdings ist laut dem Kirchenrat das Interesse am Angebot nach der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen. Der personelle und finanzielle Aufwand würden sich nicht mehr lohnen. Deshalb soll das Projekt mit dem Auslaufen der Pilotphase Ende 2025 abgeschlossen werden, wie er schreibt. (pef)