Parlament

EVP-Nationalrätin Mari­anne Streiff tritt zurück

Marianne Streiff, die bis letztes Jahr auch Präsidentin der EVP war, gibt ihr Amt als Nationalrätin im Herbst ab. Sie wolle mehr Zeit für die Familie haben und eine Weiterbildung machen.

Vor ihrem Amt als Nationalrätin war Marianne Streiff Mit­glied des Köni­zer Gemein­de­par­la­ments, Gemein­de­rä­tin in Köniz und Mitglied im Berner Grossen Rat. (Bild: zVg)

Nach 12 Jahren im Nationalrat hat Marianne Streiff auf Ende Novem­ber 2022 ihren Rücktritt angekündigt. Die EVP-Politikerin kam 2011 in den Rat und ist Mitglied der Staats­po­li­ti­schen Kom­mis­sion sowie der Geschäfts­prü­fungs­kom­mis­sion. Sie habe ihr Amt mit Leidenschaft, Freude und Engagement ausgeübt, nun sei es an der Zeit, jemand anderem diese Chance zu geben, sagte Streiff laut einer Medienmitteilung vom 18. August.

Marianne Streiff war von 2014 bis 2021 Präsidentin der EVP. Schwerpunkte ihrer Arbeit war der Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenrechte. Zuletzt war sie im Natio­nal­rat unter ande­rem mit Vor­stös­sen für mehr Res­sour­cen im Kampf gegen Aus­beu­tung und Men­schen­han­del sowie für einen eige­nen Straf­tat­be­stand für Arbeits­aus­beu­tung erfolg­reich.

Die jetzige Parteipräsidentin Lilian Studer bedauerte den Rücktritt. «Ihre wertschätzende Haltung und ihre klare Meinung habe ich sehr geschätzt. Stets lösungs­ori­en­tiert und undog­ma­tisch suchte sie als echte Brü­cken­baue­rin über die Frak­ti­ons­gren­zen hin­weg den Kom­pro­miss.»

Marianne Streiff bleibt Präsidentin von Insos, dem Branchenverband der Dienstleister für Menschen mit Behinderung, und damit auch Co-Präsidentin von Artiset, der Föde­ra­tion der Bran­chen­ver­bände CURA­VIVA, INSOS und YOU­VITA. Ausserdem wolle sie nun mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen und eine Weiterbildung beginnen. (mos)