Engere Zusammenarbeit mit Muslimen und Orthodoxen im Kanton Zürich

Der Zürcher Regierungsrat will den Kontakt und die Kooperation mit der muslimischen und christlich orthodoxen Gemeinschaft stärken. So sollen mehr Menschen ins gesellschaftliche Geschehen einbezogen werden.


Neben den geplanten Projekten mit den muslimischen und christlich orthodoxen Religionsgemeinschaften möchte der Regierungsrat auch untersuchen lassen, warum junge Erwachsene bei Abstimmungen und Wahlen tendenziell untervertreten sind. Zudem soll die Verwaltung zugänglicher gestaltet werden, etwa durch die Verwendung von einfacherer Sprache oder digitaler Angebote. Verschiedene Verwaltungseinheiten sind ausserdem angehalten, sich untereinander auszutauschen.

Mit diesem Programm «Teilhabe» soll sowohl die «aktive Partizipation» als auch das «passive Einbezogensein» möglichst Vieler ins gesellschaftliche Geschehen stärken, teilte der Zürcher Regierungsrat am 13. August mit.

Hilfe beim Aufbau von Strukturen

Konkret will der Kanton die Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) als zuverlässigen Ansprechpartner etablieren. In ähnlicher Weise und koordiniert damit werden die christlich Orthodoxen von der Römisch-katholischen Körperschaft bei der Professionalisierung ihrer Strukturen unterstützt. Aus der Analyse der Stimmbeteiligung der Jungen sollen Empfehlungen zur Förderung der politischen Beteiligung dieser Gruppe abgeleitet werden.

Das Programm «Teilhabe» stützt sich auf zwei kantonale Legislaturziele 2019-2023, wonach der Staat verstärkt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beizutragen hat. Auftraggeber des Programms ist der Regierungsrat, die Direktion der Justiz und des Innern ist für die Umsetzung verantwortlich. Das Programm läuft bis Ende 2022. (sda/mos)