EKS startet Spendenaufruf für Flüchtlinge auf Lesbos

Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos wächst die Angst vor einem Ausbruch des Coronavirus. Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz ruft deshalb dazu auf, für Hilfsgüter und medizinisches Material zu spenden.


Die Lebenssituation der auf den ägäischen Inseln gestrandeten Flüchtlinge sei katastrophal, schreibt die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) in einer Mitteilung vom 22. März. In dem abgeriegelten Lager Moria auf Lesbos fehle es an den grundlegenden hygienischen Standards. Zudem wachse die Gefahr eines Coronavirus-Ausbruches.

Die EKS unterstützt deshalb mit ihrer Osterkollekte ein Nothilfe-Projekt der Guido Fluri Stiftung. Die Stiftung versorgt das Vostiano-Spital auf Lesbos mit dringend benötigtem medizinischem Material wie Sterilisierungsboxen, Defibrillatoren, Schutzmasken und Schutzbrillen. Auf der Insel befinden sich derzeit rund 20’000 Flüchtlinge, die auf Asyl oder die Weiterreise hoffen. Im Krankheitsfall werden sie in dem rund 250 Betten umfassenden staatlichen Spital versorgt.

EKS spendet 10’000 Franken

«Unsere unmittelbare Hilfe gilt den Menschen in unserem Land, aber wir können nicht Ostern feiern, ohne an die Flüchtlinge zu denken. Während die Welt sich dem Coronavirus stellt, darf das Leid an den Grenzen Europas nicht vergessen gehen», wird Ratspräsident Gottfried Locher in der Mitteilung zitiert.

Koordiniert wird das Hilfsprojekt von der Hilfsorganisation PRO ASYL/RSA. Weil die Osterkollekte in den Gottesdiensten aufgrund der Corona-Krise ausfällt, ruft die EKS zur Spende auf. Die EKS selbst hat für das Projekt bereits 10’000 Franken gesprochen. (no)