Krieg im Nahen Osten

EKS-Rat ruft auf zu Solidarität

Der Krieg hat bei Israelis und Palästinensern viel Leid verursacht, sagt der EKS-Rat. Doch Friede müsse kein frommer Wunsch bleiben.

Der brutale Überfall auf Israel vor einem Jahr habe die Welt erschüttert und tiefe Wunden hinterlassen, schreibt der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) in einer Mitteilung zum Jahrestag des Hamas-Angriffs. «Die ungeheuerliche Gewalt, die dabei entfesselt wurde, hat unzählige Menschenleben gefordert und Familien auseinander gerissen», heisst es weiter. Der Rat gedenke der «unschuldigen Opfer, der Geiseln, die unter unerträglicher Ungewissheit leiden, und ihren Angehörigen», die in tiefer Sorge und Trauer vereint seien. 

Doch seit den massiven Gegenangriffen durch die israelische Armee seien auch unzählige palästinensische Familien auf der Flucht. Die Gewalt habe eine enorme humanitäre Krise verursacht. Durch die Ausweitung der kriegerischen Auseinandersetzungen auf den Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel werde auch Libanon in die Gewaltspirale hineingezogen, schreibt der Rat weiter. 

Als Kirche stehe man solidarisch an der Seite derer, die leiden, heisst es in der Mitteilung. «Leidende sind Menschen, keine Vertreter von Nationen oder politischen Ideologien», betont der EKS-Rat und hebt die Arbeit des Hilfswerks der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (Heks) hervor. «Friede muss kein frommer Wunsch bleiben», versichert der Rat. Dazu brauche es Menschen, die sich in den Dienst des Friedens stellten. «An sie denken wir heute ganz besonders», schreibt er.  (dst)