Krieg im Nahen Osten

Berner Kirchen zum 7. Oktober: Antisemitismus nicht dulden

Die Berner Kirchen zeigen sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten. Beleidungen und Ausgrenzungen jüdischer Menschen in der Schweiz dürften nicht hingenommen werden.

Die Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn (Refbejuso) haben in einer Mitteilung ihre Sorge über wachsenden Antisemitismus infolge des Krieges im Nahen Osten ausgedrückt. Jüdische Menschen in der Schweiz sähen sich seit Kriegsausbruch vor einem Jahr vermehrt Drohungen und Beleidigungen ausgesetzt, heisst es darin.

Refbejuso habe antisemitische Äusserungen und Aktionen von Anfang an unmissverständlich verurteilt. «Kritik an der israelischen Regierung darf niemals mit einer Missachtung oder gar Bedrohung jüdischer Mitmenschen in unserem Land einhergehen.» Auch antimuslimische Aussagen und Handlungen seien zu verurteilen.

Christinnen und Christen wünschten sich sehnlichst, dass der Krieg bald ein Ende finde, die verbliebenen Geiseln wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren könnten und der verwüstete Gaza-Streifen wieder aufgebaut werden könne. Die jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen liessen jedoch eine weitere Eskalation befürchten, heisst es.

Der Überfall der Hamas auf israelisches Grenzgebiet zum Gaza-Streifen jährt sich am 7. Oktober. Israelischen Angaben zufolge wurden dabei 1205 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln verschleppt. (no)