RefBeJuSo

Ein Plus in der Rechnung dank Corona

Die Coronapandemie spielte bei der Sommersynode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (RefBeJuSo) eine wichtige Rolle. Einerseits entstand wegen der Pandemie ein Ertragsüberschuss, andererseits musste die Geschäftsordnung angepasst werden. Nun ist die Durchführung von Synoden auch in ausserordentlichen Lagen geregelt.

Neben den Wahlen in den Synodalrat (ref.ch berichtete) genehmigten die Synodalen von RefBeJuSo an der Sommersynode die Jahresrechnung 2020. Sie schliesst mit einem Plus von gut 2,7 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Vorgesehen war ein Minus von rund 1 Million Franken. Dieser Überschuss geht auf die Coronapandemie zurück, wie es in einer Medienmitteilung vom 25. Mai heisst.

So konnten im letzten Jahr viele Aufgaben und Projekte nicht realisiert werden, dementsprechend sanken die Ausgaben. Ein Teil des Ertragsüberschusses wird in die kirchliche Weiterentwicklung investiert und fliesst in den Bezirksfonds und in den Entwicklungs- und Entlastungsfonds.

Synoden in ausserordentlichen Lagen

Aufgrund der Coronapandemie hat die Synode die Geschäftsordnung angepasst. Damit wird die Durchführung der Synode in besonderen oder ausserordentlichen Lagen, wie etwa während einer Pandemie, geregelt. Nun hat die Fraktionskonferenz eine rechtliche Grundlage, um die Synode an einem anderen Ort als im Berner Rathaus durchzuführen, sie zu verschieben oder virtuell abzuhalten. Ausserdem werden mit der Anpassung die Rahmenbedingungen für virtuelle Synoden festgelegt.

Zu reden gab die Interpellation «Zukunftsstrategie vor Finanzstrategie», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die vier Unterzeichnenden mahnten, dass neben Finanzfragen die inhaltliche Diskussion nicht vergessen werden dürfe. Vom Synodalrat wollten sie wissen, für welche Aufgaben und Ziele künftig Ressourcen bereitgestellt werden sollten.

Synodalratspräsidentin Judith Pörksen Roder nannte darauf einige Schwerpunkte, etwa Familien, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Zudem soll die Kirche «ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen» und relevant bleiben. Der Dialog mit allen Beteiligten sei dabei zentral. Ausserdem hielt Pörksen Roder fest, dass die Finanzstrategie die Zukunftsstrategie unterstütze. So könne die Finanzierung der Kirche sichergestellt werden.

«Metalchurch» als neue Form von Kirche

Für die «Metalchurch» sprach die Synode einen Verpflichtungskredit von jährlich 105'000 Franken. Das Projekt wurde schon bisher mit jährlich 45'000 Franken pro Jahr unterstützt. Doch die Beiträge sowie Gelder von Stiftungen hätten das wachsende Angebot nicht zu decken vermocht, hiess es in einem neuen Bericht über die «Metalchurch». Synodalrat und Synode wollen das Projekt deshalb stärker unterstützen. Es passe gut in die Legislaturziele des Synodalrats, der neue Formen kirchlicher Präsenz fördern will. (mos)